Financial Excellence

Verstärkt durch die Finanzkrise sowie anhaltende Globalisierungstendenzen gibt es in den Unternehmen ein zunehmendes Verlangen nach wertorientierten Unternehmenssteuerungssystemen, die eine Übersicht auf die maßgeblichen Aktivitäten im Unternehmen ermöglichen.

Die fortschreitende Internationalisierung der Rechnungslegung, steigende regulatorischer Anforderungen, wie die Erlasse des Sarbanes-Oxley Act, Basel II und III, Grundsätze ordnungsgemäßer DV-gestützter Buchführungssysteme (GoBS), das Gesetz zur Durchführung und Prüfbarkeit digitaler Unterlagen (GDPdU), die E-Bilanz Verpflichtung ab 2014 in Deutschland, die 8. EU Richtlinie, sind sowohl international als auch national zu beachten. Deren Einhaltung ist die Grundlage des Rufs des Unternehmens und damit seiner Marke.

Die Unternehmen sind herausgefordert, die Funktion des Rechnungswesens neu zu definieren und erhöhten Informationsanforderungen zu genügen. Diesen Anforderungen gegenüber stehen heterogene Systeme und verteilte Informationen zwischen dezentralen und zentralen Systemen, die das Risiko der Imkompatibilität und der Komplexität der Integration zwischen Systemen erhöhen und damit einer schnellen Informationsgewinnung entgegenstehen.

Die Bereitstellung von wertorientierten Unternehmensinformationen als auch von Informationen über Risiken als Entscheidungswerkzeug und als Frühwarnsystem ist Aufgabe der Finanzbereiche als strategischer Partner im Zentrum der Unternehmenssteuerung. Die Finanzbereiche muessen sicherstellen, dass interne Prozesse den operativen Anforderungen und strategischen Ausrichtungen gerecht werden und für die Unternehmensleitung und andere Interessengruppen zeitnah Daten und Informationen zusammenführen.

Eine wertorientierte Unternehmenssteuerung erfordert eine wertmäßige Abbildung fast aller operativen Prozesse in ERPs.

Infografik

Abb.: Real-time Informationsbasis & interne Kontrollen für das Unternehmen mit abgestimmtem Mengen- und Wertefluss

Compliance bzw. die Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit von finanziellen Informationen und ein Risikomanagement stellen unternehmensweite Anforderungen an die Qualität von Konzerndaten. Die Rolle der Finanzbereiche wandelt sich hin zur Analyse und zur Unterstützung strategischer Entscheidungen sowie der Bereitstellung von Daten für ein erweitertes Informationsbedürfnis bzw. mehr Transparenz.

Ein modernes Financials unterstützt den Performance-Managementprozess zur wertorientierten und riskobewussten Entscheidungsfindung und ist in der Lage, sowohl systemseitig als auch organisatorisch die Aspekte der Vernetzung in der globalen Welt abzubilden und ein internes Kontrollsystem sauber semantisch zu integrieren. Die Basis hierfür ist die Abbildung der operativen Prozesse in einem oder mehreren ERP Financials.

Ein modernes Financials optimiert einerseits transaktionsgetriebene Prozesse und nutzt Outsourcing bzw. Shared Services. Andererseits sind Prozesse der Planung, des Reporting und Risikomanagements zu zentralisieren und zu automatisieren, um Informationen real-real-time zur Verfügung zu stellen.

Die dadurch entstehenden enormen Datenmengen können zeitnah nur über eine integrierende IT zusammengeführt und verarbeitet werden. Dies geht weit über die häufig anzutreffenden EXCEL-Lösungen hinaus.

Um die Daten aus unterschiedlichen dezentralen und/oder operativen ERP-Systemen zu extrahieren und an eine Zentrale zu übergeben, spielen für die Gewinnung von Informationen aus Rohdaten eines sendenden ERP-Systems in ein empfangendes zentrales System die „Business Rules“ eine entscheidende Rolle. Sie ermöglichen ein effizientes und intelligentes Schnittstellenmanagement, um aus heterogenen Vorsystemen über Transfomationen eine einheitliche Datenbasis zu gestalten.

Verschärfendem Wettbewerb wird in den Unternehmen mit Steigerung von Effektivität und Effizienz begegnet, was Hand in Hand mit einer Verschlankung der Wertschöpfungsketten einher geht. Das bedeutet auch, die Compliance-Strategie des Unternehmens in alle Geschäftsprozesse, die Arbeitsplätze und auch in die Informationspolitik zu integrieren.

Compliance-Strategie Bestandteil der Business IT Architektur

Infografik

Ein zentraler Aspekt von Compliance und einer wertorientierten Unternehmenssteuerung ist die Wirksamkeit bzw. Effektivität des internen Kontrollsystems. Die Herausforderung liegt darin, Kontroll- und Monitoringmechanismen zu gestalten, die wirklich die Komplexität von globalen internationalen Unternehmen und Banken durchdringen. Interne Kontrollen zielen darauf ab, die Möglichkeit von Verstössen zu beschränken, und Antworten auf nachfolgende Fragen zu finden:

Infografik

  • Was kann schiefgehen?
  • Wie wird das Risiko kontrolliert?
  • Wie wird die Wirtschaftlichkeit der betrieblichen Abläufe abgesichert?

Abb.: „COSO Cube“: COSO Model zum Aufbau und der Evaluierung interner Kontrollsysteme

Leitprinzipien

Big Data in Verbindung mit einem Rahmenwerk für Intelligent Analytics integriert mit einem Rechnungswesen – liefert die Basis für die Sicherstellung von finanzieller Transparenz und Integrität sowie für ein aktives Risikomanagement. Das Rechnungswesen mit einem integriert gekoppelten Risikomanagement führt zu einem modernen Business Performance Management.

Risikomanagement und Compliance stellen unternehmensweite Anforderungen an die Qualität von Konzerndaten. Rein reaktive Maßnahmen des Datenqualitätsmanagements sind unzureichend. Erforderlich ist die präventative Sicherstellung der Datenqualität in den operativen Prozessen, also bei der Erfassung und Pflege der Daten. Hierfür ist eine semantische Integrationsarchitektur spätestens beim Business Performance Management und dem Konzernrechnungswesen unabdingbar. Konzerndaten sollten zentral zur Verfügung stehen und über eine Serviceschnittstelle eingefangen werden.

Ein unternehmensweit einheitliches Risikomanagement ist integraler Bestandteil der Business IT Architektur und liefert durch Integration und Automatisierung der internen Kontrollen in die Geschäftsprozesse eine Real-real-time Aktualität der Risiken, angepasst an das dynamische Marktumfeld.

Bedeutsam ist ein erweitertes Rechnungswesen, bzw. innerhalb eines ERPs das erweiterte General Ledger als Grundlage einer wertorientierten Unternehmenssteuerung, das die operativen Geschäftsprozesse als Informationsbasis betrieblicher Aktivitäten abbildet.

Ein integriertes, vereinheitlichtes und erweiterbares externes und internes Rechnungswesen bildet alle Geschäftsvorfälle der Wertschöpfungskette in Haupt- und Nebenbüchern ab. Bei dieser Abbildung der Realität führen IT-basierte Geschäftsprozesse immer zur Erzeugung und Ablage entprechender Transaktionsdaten (Buchungsbelege) in ERP-Systemen.

Interne Kontrollen sind durch einen automatisierten Ansatz zu systematisieren und sollten in den Geschäftsobjekten eines Geschäftsprozesses enthalten sein, um ein Riskomanagement wirksamer und wirtschaftlicher zu gestalten.

Ein unternehmensweites Berichtswesen und ein Kontrollregelwerk bilden den ersten Grad einer Standardisierung neben den Geschäftsprozessen.

Danach folgen weitere Schritte der Standardisierung bzw. Harmonisierung. Die Herausforderung der heutigen Zeit besteht darin, eine Gesamtintegrität von Compliance und effizienten Geschäftsprozessen über eine saubere semantische Architektur einer Geschäftsplattform zu gewährleisten und zu monitoren.

Gesamtintegrität von Compliance and Effizienz

Infografik

Herausforderung der Unternehmen heute

Effizienz und Compliance

  • Geschäftsplattform mit internen Kontrollen
  • Compliance by Design Gesamtintegrität unter Beachtung des Lebenszyklus von EXCELs